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veröffentlicht am 17.03.2009 von SZ/sro
Der Akku ist leer
ASV-Handballerinnen verlieren das Spiel und Anne Gerhards mit roter Karte Thomas Eck und Marion Schreiber sind sich so einig wie selten gewesen: "Das war Not gegen Elend", sagten die zwei Trainer. Mit dem besseren Ende für den TSV Vaterstetten. Er gewann das Spiel gegen die Bayernliga-Handballerinnen des ASV Dachau sicher mit 20:14 (10:8). Während Eck wenigstens mit dem Ergebnis zufrieden sein konnte, war Schreiber maßlos enttäuscht von ihrem Team, das bereits sein drittes Spiel in Folge sang- und klanglos in den Sand setzte. Dabei hatten sich die personellen Voraussetzungen ein wenig gebessert. Denn die zuletzt wegen einer Muskelverletzung so schmerzlich vermisste Simone Hofmann war früher als erwartet ins Team zurückgekehrt. Und sie lieferte auch prompt eine starke Leistung ab. Ähnlich wie Torfrau Vroni Marquart, die ihre Mannschaft vor einer noch höheren Pleite bewahrte. Doch der Funke sprang von den beiden Besten nicht auf die Kolleginnen über. Marion Schreiber fand es sehr schade, dass die Saison, die zu zwei Drittel ordentlich verlaufen ist, eine solch unerwartete Wende zum Negativen nimmt. Denn die Verunsicherung ihrer Spielerinnen war auch in Vaterstetten fast zum Greifen, die Nerven lagen blank. Viele überhastete Aktionen verhinderten einen konstruktiven Spielaufbau. Das wirkte sich zwangsläufig auch negativ auf die Trefferquote aus. Und trotzdem blieben die Stadtwäldlerinnen lange Zeit (6:7, 10:11) an Vaterstetten dran. Doch zum durchaus möglichen Umschwung reichte es nicht, weil der ASV weiterhin fehlerhaft, ideenlos und ohne Druck agierte. Einen Bärendienst erwies Anne Gerhards ihrem Team in der 42. Spielminute. Die Dachauer Torjägerin rastete aus und trat im Affekt nach ihrer Gegenspielerin. Logische Konsequenz der Unparteiischen Paul und Poschner (Traunreut) war eine rote Karte. Und weil auch noch Kreisspielerin Andrea Lintl mit Knieproblemen passen musste, hatte der ASV keine Wechselmöglichkeit mehr. Die Partie lief nun endgültig zugunsten von Vaterstetten ab. Den Dachauerinnen blieb nur die dritte Pleite in Serie und die Feststellung, dass der Akku total leer ist. Marion Schreiber weiß, dass Aufbauarbeit gefragt ist, damit ihr Team die Saison wenigstens noch halbwegs ordentlich über die Runden bringt. ASV Dachau: Marquart und Grenzmann im Tor, Hofmann 5/1, Gerhards 4/1, Brunsch 2, Krempl 1, Lichtlein 1/1, Voss 1, Lintl, Morgott.
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