Handball Herren 28.02.09 : TSV Indersdorf - ASV Dachau 24:24

veröffentlicht am 02.03.2009 von SZ/haw

ASV kämpft den Favoriten Indersdorf nieder

Dachaus Trumpfkarte

Der TSV Indersdorf bleibt nach dem 24:24 (13:13) im Derby gegen den ASV Dachau in der Bezirksoberliga zwar ungeschlagen, hat aber im Rennen um den Titel einen vielleicht entscheidenden Punkt eingebüßt. Für den ASV hingegen könnte der Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Endabrechnung sehr wichtig sein.

Verdient hat sich das Team von ASV-Coach Christian Kofler den Punkt allemal. Allerdings kam er gegen eine Indersdorfer Mannschaft zustande, die eines ihre bisher schwächsten Saisonspiele ablieferte. Dass den Glonntalern mit Felix Andlauer und Christoph Heumann zwei wichtige Akteure fehlten, soll aber keine Entschuldigung für die desolate Vorstellung des Tabellenzweiten sein. Der große Vorteil der Stadtwäldler war ihr unbändiger Kampfgeist, den sie vom Anpfiff weg an den Tag legten. Davon war beim TSV über die gesamte Spielzeit hinweg nichts zu erkennen. Einen weiteren Pluspunkt verdienten sich die Gäste auf der Tribüne. Die Dachauer Fans feuerten ihre Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute frenetisch an, die TSV-Anhänger waren im Vergleich dazu eher zurückhaltend.

So war es nicht verwunderlich, dass die kampfstarken Dachauer fast in der gesamten ersten Halbzeit in Führung lagen und zur Pause mit einem 13:13 in die Kabine gehen konnten. Nach dem Seitenwechsel schienen sich die Indersdorfer dann ihrer Favoritenrolle zu entsinnen. Mit vier Treffern in Folge gleich in den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff warfen sie einen standesgemäßen 18:15-Vorsprung heraus. Diese Führung wurde auch verhältnismäßig locker bis drei Minuten vor dem Abpfiff verteidigt.

Doch dann kam die große Zeit von ASV-Rückraumspieler Beni Huber. Er schaffte beim Stand von 22:24 eineinhalb Minuten vor Schluss mit seinen zwei Treffern das 24:24. Da sich die Indersdorfer in ihrem letzten Angriff wieder einmal einen ihrer zahlreichen technischen Fehler erlaubten, war die Überraschung perfekt. Der Jubel der ASV-Spieler und ihres Anhangs war verständlicherweise groß, die Indersdorfer schlichen hingegen geknickt aus der Halle. Auch das war eine verständliche Reaktion.

TSV Indersdorf: Hartmair, Heide im Tor, Thätter (4), Reuß (2), Kiegerl (1), Eichmann (6/2), Oberacher (7), Gyüge (3/2), T. Andlauer, Reichert (1), Putnik.

ASV Dachau: Penk, Holzer im Tor, Beier, Fuchs (4/2), F. Hauß, M. Hauß, Huber (3), Ullrich (5), Häfner (2), Pröll (1), Schwalbe (3), Hanauer (4/2), Pangerl (2).