H1 Pokal Final Four (02.05.10)

Verunglückter Dreher


ASV verliert Pokal-Halbfinale im Siebenmeterwerfen

 

Die Bezirksoberliga-Handballer des ASV Dachau haben ihr Vorhaben, den Peter- Kube- Pokal an den Stadtwald zu holen, knapp verpasst - der Bezirksligameister TSV Mainburg erwies sich als der Glücklichere. Er setzte seine eine Erfolgsserie (36:0 Zähler im Punktspielbetrieb) auch im Pokalwettbewerb fort und besiegte den ASV im Halbfinale mit 26:25 (20:20/8:11) Toren nach Siebenmeterwerfen.

Die Auslosung hatte ergeben, dass die zwei höherklassigen Teams das vorweg genommene Endspiel bereits im Halbfinale bestreiten mussten. Wie erwartet, begegneten sich der Bezirksoberliga-Sechste aus Dachau und der selbstbewusste Aufsteiger TSV Mainburg in allen Belangen auf Augenhöhe. Obwohl die Stadtwäldler zumeist einem knappen Rückstand hinter laufen mussten und beim Stand von 11:12 zudem noch Kilian Schwalbe durch eine Schulterverletzung verloren, trennte man sich nach zweimal 25 spannenden Spielminuten 20:20 Remis.

Die Entscheidung musste also im Siebenmeterwerfen fallen. Und das geriet dann zu einem Krimi. Nachdem es nach den ersten fünf Würfen (4:4) noch keinen Sieger gegeben hatte, ging es im Shoot-out weiter. Dabei sollte sich dann der TSV Mainburg als der Glücklichere erweisen. Nico Loderer brachte das Spielgerät beim siebten Wurf des ASV mit einem verunglücktem Dreher nicht im Kasten des Gegners unter.

Trainer Frank Graf, der die Dachauer beim Final-Four-Turnier in Eichstätt zum ersten Mal betreute, zog ein durchwachsenes Resümee: "Mainburg hat sich als der erwartet starke Gegner erwiesen, und im ehemaligen tschechischen Internationalen Lukas Klaus (4) sowie Franz Kellner (6) die treibenden Kräfte gehabt", sagte er. Sein Team hingegen, das nicht in Bestbesetzung angetreten war, habe sich vor allem bei der Verwertung der Torchancen extrem schwer getan und sei zu oft am starken TSV-Keeper Marek Slouf gescheitert.

Der weitere Turnierverlauf war dann nur noch Formsache für die höherklassigen Teams. Der TSV Mainburg setzte sich im Endspiel deutlich mit 31:23 gegen den Veranstalter DJK Eichstätt durch, und auch der ASV Dachau hatte im Spiel um Platz drei keine Probleme. Er fegte den sichtlich überforderten TSV Erding überdeutlich mit 40:7 (17:3) Toren vom Parkett und qualifizierte sich als Tabellendritter für die nächste Pokalrunde. sro

ASV Dachau: Holzer (1) und C. Pröll im Tor, Fuchs 15, Hanauer 8, V. Schwalbe 8, Gyüge 8, Haaser 5, Loderer 5, F. Hauß 3, Pangerl 3. S. Pröll 3, M. Hauß 2, A. Hofmann 2, K. Schwalbe 2.

 
H1 MTV Pfaffenhofen - ASV Dachau 23:29 (27.03.10)

Beifall für Torhüter


ASV-Handballer verabschieden Trainer Kofler mit Sieg

 

Mit einer überzeugenden Leistung in einem temperamentvoll geführten Match haben die Bezirksoberliga-Handballer des ASV Dachau den starken MTV Pfaffenhofen mit 29:23 (15:12) besiegt. Sie rückten auf den sechsten Tabellenplatz vor und bereiteten ihrem scheidenden Trainer Christian Kofler gleichzeitig ein schönes Abschiedsgeschenk. 'Heute hat mein Team eine Super-Mannschaftsleistung abgeliefert', freute sich Kofler.

Der Coach lobte die aufmerksame Abwehr, hinter der ein überragender Torhüter Sascha Holzer die ASV-Fans zu Beifallsstürmen hinriss. Und das gegen eine Heimmannschaft, die ein Höllentempo vorlegte und die Anfangsphase (9:6) für sich verbuchte. Doch der ASV hielt dagegen, und dem ehemaligen Pfaffenhofener Norbert 'Nobby' Hanauer gelang es, mit drei Toren hintereinander für Anschluss und Umschwung zu sorgen. Beim Seitenwechsel lag der ASV mit 15:12 in Front, wobei der ASV-Coach seinem Team attestierte, wenig Fehler gemacht zu haben. Trotzdem kamen die kampfstarken Gastgeber noch einmal zurück, und beim 17:17 stand die Partie wieder auf der Kippe. Doch auch in dieser prekären Situation ließen sich die Dachauer weder durch Zeitstrafen noch durch Siebenmeter oder Wurfpech aus dem Rhythmus bringen. Im Gegenteil, sie wehrten den Ansturm des MTV souverän, zogen in einem furiosen Zwischenspurt auf 26:18 davon und hielten bis zum Ende konzentriert gegen Pfaffenhofen.

In einem Resümee bestätigte Kofler seinem Team, das in seiner Trainerzeit sichtbar gereift ist, dass er ihm zutraue, eine noch erfolgreichere Saison hinzulegen.

Seine Trainertätigkeit beim ASV bezeichnet er als anstrengend, aber lehrreich. 'Wenn man immer hinten drin steht, muss man sich mehr Gedanken machen, als auf einem Spitzenplatz, wie man die Aufgaben zur Zufriedenheit aller lösen kann', sagt Kofler. sro

ASV Dachau: Holzer und C. Pröll im Tor, Beier 6/3, Gyüge 6/1, Hanauer 5, Loderer 5, Häfner 3, Matthias Hauß 3, Ferdi Hauß 1, Maxi Hauß, Pangerl, S. Pröll.

 
H1 ASV Dachau - VfL Landshut 32:21 (20.03.10)

Eindrucksvolle Revanche

Dachaus Handballer überrollen VfL Landshut

 

Die Bezirksoberliga-Handballer des ASV Dachau haben sich in ihrem letzten Heimspiel der Saison deutlich mit 32:21 (18:6) gegen den VfL Landshut durchgesetzt. 'Meine Mannschaft hat sich sportlich für die Prügel revanchiert, die wir in Landshut bezogen haben', freute sich Dachaus Trainer Christian Kofler, der zum Saisonende sein Traineramt beim ASV Dachau niederlegt.
Vor allem im ersten Abschnitt präsentierte sich die ohne Michael Penk, Matthias Fuchs (beide verletzt) und Urlauber Kilian Schwalbe angetretene ASV-Mannschaft in blendender Verfassung. Denn nach nur zwölf Minuten (4:4) hatten die Platzherren die mit Haken und Ösen kämpfenden Niederbayern sicher im Griff. Innerhalb von nur fünf Minuten überrollten sie den unbequemen Gast und gestatten ihm vor der Pause nur noch zwei Tore. Vom 10:6 bis zum 18:6 Halbzeitstand trafen nur noch die druckvoll agierenden Dachauer.
'Schade, dass mein Team die Leistung aus dem ersten Abschnitt nicht wiederholen konnte', kommentierte Kofler die zweite Hälfte. 'Sonst wäre Landshut in ein Debakel geschlittert.' Der ASV-Coach war natürlich dennoch zufrieden. Seinem A-Jugend-Keeper Christian Pröll sprach er ein Sonderlob aus, weil er nach seiner Einwechslung fünf Würfe und einen Siebenmeter entschärft hatte. sro

ASV Dachau: Holzer und C. Pröll im Tor, Beier 6/1, F. Hauß 6, M. Hauß 4, Gyüge 4/2, Häfner 3, Hanauer 3, Maxi Hauß 2, Loderer 2, Pangerl 2, S. Pröll.

 
H1 TSV Schleißheim - ASV Dachau 26:25 (14.03.10)

Disziplinlos und harmlos

Peinlicher Auftritt der ASV-Handballer

 

Die Bezirksoberliga-Handballer des ASV Dachau bleiben sich treu: Das einzig Beständige ist das Unbeständige. Auch beim stark abstiegsgefährdeten TSV Schleißheim kam das ständige Auf und Ab der Dachauer nachteilig zum Tragen. Sie unterlagen dem Tabellenvorletzten knapp mit 25:26 (9:11) und ließen einmal mehr Disziplin, Konzentration und Cleverness vermissen. Gerade die fehlende Disziplin verärgerte Trainer Christian Kofler sehr: 'Meine Spieler haben ihre Emotionen nicht in den Griff bekommen. Das war maßgeblich für die Pleite.' Unnötige Siebenmeter und Ballverluste sowie Zeitstrafen wegen Meckerns in den ungünstigsten Momenten verhalfen den Schleißheimern zum knappen Sieg und zur Hoffnung auf den Klassenerhalt. Höhepunkt der Dachauer Unbeherrschtheit an diesem Tag waren die beiden Roten Karten für zwei Hauß-Brüder wegen Schubsens in der Schlussphase. So war für den ASV der Ausgleich nicht mehr zu schaffen.

Aus spielerischer Sicht wäre Kofler sogar zufrieden gewesen. Das konnte ihn wegen der miesen Trefferquote aber auch nicht besänftigen. 'Was hilft eine passable Gesamtleistung, wenn beste Torchancen ausgelassen werden?' Die Anhäufung unnötiger Regelverstöße waren Kofler nicht neu. 'Die Disziplinlosigkeiten haben uns bereits einige Punkte gekostet', wetterte er. Der Zorn über die Pleite ist logisch. Sein Ziel, aus den letzten drei Saisonspielen sechs Zähler zu holen, muss Kofler bereits jetzt korrigieren.

ASV Dachau: Holzer und Schneider im Tor, Loderer 5, Gyüge 4/1, Beier 3, Fuchs 3/1, F. Hauß 3, M. Hauß 3, Schwalbe 3, Häfner 1, Hanauer, Maxi Hauß, Pangerl, Pröll.

 
Christian Kofler hört auf

 

Christian Kofler hört auf


ASV-Trainer will nach Saisonende kürzer treten

 

Christian Kofler hat zum Saisonende seinen Rückzug angekündigt. "Ich werde den ASV verlassen und vorerst aus beruflichen Gründen ein wenig kürzer treten", sagte der Trainer des Handball-Bezirksoberligisten. Er wolle sich in Zukunft verstärkt im D-Jugend-Bereich seines Heimatortes Eichenau engagieren, was mit weniger weiten Fahrten und weniger Zeitaufwand verbunden sei.

"Es waren zwei sehr intensive Jahre, die ich hier erlebt habe - und ich glaube, dass meine Mannschaft und ich gute Arbeit abgeliefert haben, trotz vieler Rückschläge." Kofler spielte damit auf die jeweils schwachen Anfangsphasen an, die sein Team in den zwei Saisonen mit ihm korrigieren musste. "Beide Male haben wir aber die schwierigen Aufgaben gemeistert und den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga erreicht." Er hinterlasse seinem Nachfolger eine junge, ehrgeizige und talentierte Mannschaft, die noch Luft nach oben habe. "Vorausgesetzt, sie bekommt ihre Emotionen besser in den Griff und eignet sich in kniffligen Situationen die nötige Routine und Cleverness an."sro

 
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