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Stadtwaldherren liefern großen Kampf

Die ersten Herren des ASV Dachau haben am vergangenen Wochenende dem Spitzenteam aus Eichenau einen großen Kampf geliefert, mussten sich am Ende aber ganz knapp und äußerst unglücklich dem neuen Tabellenführer der Landesliga Süd geschlagen geben (11:12;26:27).

Die Truppe um Trainer Aleksandar Radukic spielt eine famose Runde und hatte die Möglichkeit, die Tabellenspitze zu übernehmen, sollten sie ihr Spiel am ASV gewinnen und die Konkurrenz (Würm-Mitte, Allach) Federn lassen. Dementsprechend motiviert ging der ESV die Partie an (0:2), war sich aber genauso schnell auch der Schwere der Aufgabe bewusst (3:3). Anders als noch im Hinspiel, als Tore am Fließband fielen (39:33 für den Eichenauer SV), gefielen diesmal beide Abwehrreihen und gut aufgelegte Torhüter (6:6, 15.). Die Gäste waren dabei immer ein oder zwei Tore in Front (7:9), aber die Stadtwaldherren zeigten eine ähnlich starke Leistung wie beim Überraschungscoup in Herrsching (28:29) und ließen sich nicht abschütteln (9:9). Kämpferisch gesehen lief der ASV zur Hochform auf (11:11), musste wenige Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit dann aber nochmal einen Rückstand hinnehmen, mit dem es auch in die Pause ging (11:12).

Die Mannen um Trainer Martin Haider zeigten sich in der Halbzeitpause selbstbewusst und engagiert, das Spiel auch im zweiten Spielabschnitt so lange wie möglich offen zu halten. Ohne fünf Leistungsträger musste man der bisher gezeigten Leistung bereits Hochachtung schenken, ein großer Dank geht an dieser Stelle an die Aushilfen der zweiten Mannschaft. Der Start in den zweiten Spielabschnitt gehörte vollständig dem ASV, der mit Karacho aus der Kabine kam und die erste Führung im Spiel erzielte (14:12). Diesmal waren es die Stadtwaldherren, die immer wieder in Führung gehen konnten (15:13;18:16), mehr als zwei Tore Abstand wurden es aber nie und so glichen die Gäste erst aus (18:18), um anschließend selbst wieder die Führung zu übernehmen (18:19). Stellenweise scheiterte der Gastgeber zu häufig am gegnerischen Torhüter oder man leistete sich den einen oder anderen technischen Fehler zuviel. Was aber im Angriff nicht gelingen sollte, konnte in der Abwehr wettgemacht werden, die um jeden Zentimeter kämpfte und das variable Angriffsspiel der Gäste im Keim erstickte (19:19). In der Folge konnte man dann aber auch nicht mehr alles verhindern, das Angriffsspiel wurde etwas schludrig und das nutzten die ESVler konsequent aus (19:22). Diese Führung von drei Toren hielten sie über eine gewisse Zeit (20:23;21:24;22:25), ohne aber noch weiter davonzuziehen und eine Vorentscheidung herbeizuführen. Noch weiter ließen sich die Stadtwaldherren auch nicht abhängen, bei denen man vermuten konnte, dass gegen Ende hin doch die Körner fehlten. Mit dem neugewonnenen Kampfgeist, dem unbändigen Siegeswillen und dank dem ohnehin intakten Mannschaftsgefüge gaben sich die Stadtwaldherren aber erneut nicht auf und kämpften sich auf beeindruckende Art und Weise ins Spiel zurück. Die Defensivreihe wurde nochmals gestärkt, auch der Torhüter bekam in dieser Phase eine Hand an den Ball und so schaffte es der Gastgeber nicht nur auszugleichen (25:25), sondern drei Minuten vor dem Ende sogar in Führung zu gehen (26:25). Eine nachfolgende Zeitstrafe machte die letzten Sequenzen des Spiels umso schwerer, die Überzahl nutzte der Gast im Stile einer Spitzenmannschaft sofort aus (26:26). Die weitere Spielzeit in Unterzahl überstand man aber unbeschadet, mit ein wenig mehr Cleverness hätte dabei sogar ein Tor herausspringen können. Die letzte Spielminute brach an und der ASV hatte die Möglichkeit, mit eigenem Ballbesitz zumindest einen Punkt zu sichern. Aber ein technischer Fehler und die nächste Zeitstrafe machte diesen Plan zunichte und sorgte für Ballbesitz Eichenau mit 25 Sekunden Restspielzeit. Wenige Sekunden vor dem Ende spielten die Gäste dann diese Überzahl gekonnt aus und versenkten den Ball im Tor zu einem schmeichelhaften Sieg, der sie am Ende dieses Spieltages zum Spitzenreiter machte.

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren demnach das Spiel gegen den neuen Tabellenführer aus Eichenau, wirklich vorzuwerfen haben sie sich aber nichts. Trotz der personellen Probleme spielten die Stadtwaldherren eine starke Partie, wussten vor allem in der Abwehr zu überzeugen. Die nötige Abgezocktheit in manchen Situationen fehlte, am Ende machte ein Fehler den Unterschied. Dem Spielverlauf nach wäre eine Punkteteilung das gerechte Ergebnis gewesen, so jubelten nur die Gäste aus Eichenau, die ihrem Ruf als unangenehmer Gegner an der Spitze der Tabelle gerecht wurde. Die beiden Schiedsrichter der Partie, Stefan Schaub und Philipp Seidel, hatten eine hitzige Partie souverän im Griff.

Die Stadtwaldherren müssen jetzt die Köpfe nach vorne richten, die Aufgaben werden nämlich nicht leichter. In den drei Spielen vor der Osterpause warten mit dem TV Immenstadt, dem TSV Allach 09 und der HSG Würm-Mitte drei richtige Brocken auf den ASV, die mit ähnlich starken Leistungen aber auch alle zu ärgern sind. Vorbericht zum Spiel des ASV beim TV Immenstadt (11.03) folgt.

Ein großer Dank geht an die vielen Zuschauer und Fans, die für eine tolle Kulisse sorgten!

Nach dem Spiel bedankten sich die ersten Herren des ASV Dachau mit einem Geschenkkorb bei Kerstin Bernhardt, die mit den Stadtwaldherren seit Anfang des Jahres zusammenarbeitet und uns tatkräftig unterstützt und zur Seite steht. Kerstin Bernhardt ist systemische Beraterin und dipl. Sportmanagerin und setzte bei den ersten Herren im Bereich des Motivations- und Mentalcoaching an. So wurden nach einer unglücklichen ersten Saisonhälfte neue Akzente gesetzt. Liebe Kerstin, vielen Dank für deine Hilfe und deine Unterstützung, die wir bis zum Saisonende auch nutzen werden, und für deine Ideen, die wir mit vollem Eifer und Tatendrang Woche für Woche in die Tat umsetzen! Und wen interessiert, was Kerstin sonst noch im Angebot hat, kann sich gerne einmal auf ihrer Homepage umschauen: www.kb-bodymindcoaching.de.

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Alexander Meckl (6), Johannes Pscherer (2), Tobias Urban (7/1), Ferdinand Hauß (1), Peter Menzel (7), Michael Grund (2), Wicki Schwalbe, Kilian Schwalbe, Simon Hornung, Matthias Fuchs und Felix Eckstein.

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Bernd Dreckmann schrieb am 06.03.2018 um 16:01:11

Super Leistung Jungs und das alles mit dm personellen Pech !
Toller Kampf und scheiß Endergebnis !!

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